Kirschkerne

 

1. Bezugsquellen der Kirschkerne

Kirschkerne sind biologische Rohstoffe und entstehen als Abfallprodukt bei der Herstellung von Nahrungsmitteln, die Kirschen enthalten, beispielsweise Kirschjoghurt oder Kirschkonfitüre.
Vor der weiteren Verwendung wird der Kirschkern gereinigt und getrocknet. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass bei der Reinigung keine Chemie eingesetzt wird, und dass an den Kirschkernen keine Fruchtfleischanhaftungen mehr vorhanden sind.
Kirschkerne werden von verschiedenen Onlinehändlern zum Verkauf angeboten und können daher auch von Privatleuten zum vielfältigen Einsatz erworben werden.

2. Verwendung als Kirschkernkissen

Am häufigsten finden die getrockneten Kirsch-Kerne Verwendung in den sogenannten Kirschkernkissen. Hierzu wird eine gewisse Menge an Kirsch-Kernen in ein Baumwollkissen eingenäht. Kirschkernkissen werden wie Wärmflaschen eingesetzt, geben die trockene Wärme aber gleichmäßiger ab und kühlen nicht so schnell aus. Außerdem sind Kirschkernkissen auch zur Kältetherapie geeignet. Sie lindern Zahnweh und Bauchschmerzen, lockern Verspannungen und schenken warme Füße. Kirschkernkissen können im Backofen oder in der Mikrowelle erwärmt bzw. in der Tiefkühltruhe oder im Eisfach gekühlt werden. Sie können selbst genäht oder aus Apotheken oder Onlineshops bezogen werden.

3. Therapiemöglichkeiten mit Kirschkernen

Kirschkerne werden immer häufiger auch bei der Arbeit mit behinderten oder kranken Menschen eingesetzt. Die Ergotherapie nutzt Kirschkerne in Form von Kirschkernsäckchen, um mit bestimmten Fingerübungen die Feinmotorik zu fördern und zu verbessern. Auch das Ertasten der Kirschsteine oder das Suchen nach Gegenständen in mit Kirschkernen gefüllten Kisten wirkt sich positiv auf die Entwicklung des Tastsinns aus. Diese sogenannten Kirschkernbäder sind vor allem für Kinder geeignet, die eine Behinderung oder Entwicklungsstörungen aufweisen. Kinder sollten sich allerdings niemals unbeaufsichtigt mit Kirschkernen beschäftigen, da die Gefahr besteht, dass sie die Kerne verschlucken.

4. Kirsch-Kerne als Brennmaterial

Kirsch-Kerne sind als Brennmaterial sehr gut geeignet, da sie umweltschonend und im Vergleich zu anderen Brennstoffen günstiger sind. Durch die geringe Restfeuchtigkeit eines Kirschkerns von unter 10 % erhöht sich der Heizwert dieses Brennmaterials. Kirsch-Kerne kommen in speziellen Kirschkern-Heizungen zum Einsatz, sind CO2-neutral und stoßen wenig Schwefeldioxid aus. Dieser nachwachsende und daher ständig verfügbare Rohstoff kann auch in großen Mengen in trockenen Räumen gelagert werden.